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Schadstoffdeponie Dalliendorf

Sanierung der ehemaligen Schadstoffdeponie Dalliendorf
(Landkreis Nordwestmecklenburg)

Auf einer rund 5,7 ha großen Fläche in der Gemeinde Bobitz im Landkreis Nordwestmecklenburg sind zwischen 1965 und 1982 jährlich etwa 5.000 m³ flüssige und feste Abfälle aus Industriebetrieben sowie militärischen Einrichtungen abgelagert und in Erdgruben verbrannt worden.

Nach der ungeordneten Schließung im Jahr 1982 blieben schadstoffhaltige Verbrennungsrückstände, Ablagerungsreste und ehemalige Verbrennungsbecken mit ölartigem Inhalt auf dem Deponiegelände zurück. Eine Sanierung des Standortes als Gefahrenabwehrmaßnahme war damit zwingend notwendig.

Die umzäunte Deponiefläche befindet sich insgesamt im Eigentum des Landes MecklenburgVorpommern, davon größtenteils im landeseigenen Teilvermögen Sondervermögen „Sanierung ökologischer Altlasten in Mecklenburg-Vorpommern“ und somit in der Zuständigkeit der GAA - Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten M-V (GAA). Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz beauftragte die GAA mit der Organisation, Leitung und Kontrolle der fachgerechten Sanierung der ehemaligen Schadstoffdeponie Dalliendorf.

Im ersten Sanierungsschritt wurden kontaminierte Oberflächenwässer aus den Verbrennungsgruben gepumpt und die oberflächlich anstehenden Abfälle beräumt und entsorgt.

In einem zweiten Schritt ist die gesamte Altablagerung mit einem mehrschichtigen Oberflächenabdecksystem (rund 96.000 m³) abgedeckt worden, dass im Kernbereich des ehemaligen Deponiegeländes ca. 3m mächtig ist. Damit soll verhindert werden, dass Sickerwasser in den alten Ablagerungskomplex eindringen kann und die Schadstoffe damit in das Grundwasser transportiert werden.

Die Sanierungsarbeiten begannen am 1. September 2010 und wurden am 31. März 2011 abgeschlossen. Die Gesamtkosten der Sanierung der ehemaligen Schadstoffdeponie betrugen rund 1,4 Mio €.

Für die Dauer bis zu 10 Jahren ist die Überwachung des Grundwassers mit halbjährlichen Messungen vorgesehen.

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